Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität Münster
Ludwig-Mülhaupt-Preis verliehen
Institutsdirektor Prof. Dr. Andreas Pfingsten (l.) und Werner Böhnke von der WGZ-Bank Düsseldorf (r.) mit den Preisträgern Jan Matysik (2.v.l.) und Stefan Eisner (2.v.r.).
Stefan Eisner hat im Hauptseminar "Die Bankleitung als Portfoliomanager" betrachtet. Ziel war es, Möglichkeiten und Grenzen der Allokation des Risikokapitals auf Geschäftsfelder mit Hilfe des RAROC herauszuarbeiten. Seine herausragende Analyse, die unter anderem Kriterien wie Präzision, Objektivität, Berücksichtigung strategischer Optionen und Flexibilität verwendet, zeigt eine besonders tiefgehende Auseinandersetzung mit der Thematik.
Jan Matysik hat sich unter der Überschrift "Industrialisierungstendenzen im Kreditgeschäft" vor allem mit der Frage beschäftigt, ob für Sparkassen im standardisierten Baufinanzierungsgeschäft ein Outsourcing auf eine Transaktionsbank der S-Finanzgruppe sinnvoll wäre. Er arbeitet heraus, dass die Antwort u.a. maßgeblich vom Geschäftsvolumen abhängt. Wichtig sind dabei die Relation von Kosteneinsparungspotenzial zu anfallender Umsatzsteuer und die Unterschiede in den Koordinations- und Überwachungskosten für externe Dienstleister im Vergleich zu internen Abteilungen.
Die Preise wurden im Rahmen des traditionellen Semestervortrags, der diesmal von Dr. Eric Strutz, Mitglied des Vorstands der Commerzbank, gehalten wurde, übergeben.
Der mit 1.000 Euro dotierte Preis stellt eine Auszeichnung für herausragende Leistungen in Vorlesungen, Übungen und vor allem bei der Anfertigung und Verteidigung einer wissenschaftlichen Seminararbeit dar. Mit dem Namen des Preises wird an den ersten Direktor des Instituts für Kreditwesen und Initiator der Förderergesellschaft, Prof. Dr. Ludwig Mülhaupt, erinnert. Nach seiner Berufung an die Fakultät im Jahre 1960 gründete er schon 1962 die Förderergesellschaft. Der Arbeit des Instituts blieb er über seine Emeritierung im Jahre 1980 hinaus bis zu seinem Tode im Jahr 1997 eng verbunden. Die Fortentwicklung der deutschen Bankbetriebslehre hin zu einer theoretischen Disziplin mit engem Praxisbezug hat er nachhaltig mitgestaltet.
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